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An dieser Stelle möchten wir Euch die Geschichte der "KG Wiesdorfer Rheinkadetten" erzählen. Begonnenn von Wolfgang Richrath, dem Gründer der Gesellschaft und 1. Präsident von 1949 bis 1983 2006 überarbeitet von Karin Kern 


Die "KG Wiesdorfer Rheinkadetten" wurde 1949 gegründet. Nun ist es ja nicht so, dass man sich zusammensetzt und sagt: "Wir gründen eine Karnevalsgesellschaft." Da geht schon einiges voraus. So auch bei den "Wiesdorfer Rheinkadetten".

Zerstörte Städte und Verkehrsverbindungen, wertloses Geld, Hunger, schwarzer Markt, kaum Unterhaltungsmöglichkeiten - nur einige Stichwörter zur Charakterisierung dieser Zeit.

In diese traurige Umgebung kehrten nach und nach die ehemaligen Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Zu den verlorenen Jahren des Krieges kamen nun noch weitere Jahre der Trostlosigkeit, des Kampfes ums tägliche Brot, ums Überleben.

War es da ein Wunder, wenn man sich in Gruppen und Cliquen traf, um dem Dasein irgendwie noch ein paar schöne Seiten abzugewinnen?

So traf sich im Jahre 1946 die Gewerkschaftsjugend, der auch Wolfgang Richrath angehörte, oft im Keller des Gewerkschaftshauses. So feierte man hier auch Karneval, ein wenig kostümiert, man machte Musik, sang und tanzte und versuchte, wenigstens für ein paar Stunden die schweren Zeiten zu vergessen.

Später gründete man dann eine Volkstanzgruppe, Berufsschuljugend und Angehörige der KAB stießen dazu und schließlich kam man auf die Idee, diesen Club, der sich doch eigentlich zur Freizeitbewältigung verschrieben hatte, auch einen Namen zu geben:
Panhasclub

Es wurden zahlreiche Feste gefeiert, man wählte einen "Panhasfürsten" (Wolfgang Richrath) und 1949 veranstaltete man im Hotel Liese eine Karnevalsitzung, bei der nur einige Kräfte auftraten und der Sitzungspräsident Wolfgang Richrath hieß.

Im Verlaufe des Abends tauchte überraschend die damalige "Arbeitsgemeinschaft Leverkusener Karneval" mit Karl Richter an der Spitze in Begleitung des Prinzen Paul I. auf Karl Richter versuchte die Veranstalter schon an diesem Abend zur Gründung einer Karnevalsgesellschaft zu überreden und lud den "Panhasfürst" zur Teilnahme am Rosenmontagszug ein.

Der Vorschlag Karl Richters ließ die jungen Leute nicht los. Man überlegte lang und gründlich. Und als am 11. November 1949 die Volkstanzgruppe bei den "Brieftaubenfreunden" einen Auftritt hatte, gab man um 23.11 Uhr die Gründung der neuen Karnevalsgesellschaft unter dem Namen KG "Wiesdorfer Rheinkadetten" bekannt

Und es ging sofort an die Arbeit: Uniformen wurden genäht, ein Tanzkorps aufgestellt, eine Standarte gestickt. Gewiss, es waren viele Hindernisse zu überwinden, finanzielle und auch solche aus dem menschlichen Bereich. Aber die ideelle Unterstützung von Karl Richter, der sich als großer Gönner erwies, gab den Rheinkadetten immer wieder neuen Mut, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

1950 veranstaltete man eine Gemeinschaftssitzung mit der KAB im Saale Menrath. In den gleichen Sommermonaten war das Tanzcorps bei zahlreichen Veranstaltungen viel gefragt. Im Herbst des gleichen Jahres wurde dann auch noch ein Spielmannszug aufgestellt.

1951 schritt man zur ersten eigenen Sitzung im Saale Stahlberg, die einen großen Erfolg hatte. In diesem Jahr auch die Stelle berichtet - die Begründung des "Ordenskollegiums der Ritter des Humors", einer in der Bundesrepublik einmaligen Einrichtung. Die Sitzungen der "KG Wiesdorfer Rheinkadetten" wurden von Jahr zu Jahr erfolgreicher, auch wenn keine Mäzene hinter der Gesellschaft standen. Bis dahin war es ein schwerer Weg, den die optimistischen jungen Leute von 1949 zurücklegen mussten; es dauerte lange, bis sie die verdiente Annerkennung fanden.

Viel geholfen hat die Freundschaft mit anderen Gesellschaften, wobei die Opladener "Wupperveilchen" besonders hervorzuheben sind.

Heute ist die "KG Wiesdorfer Rheinkadetten" aus dem Leverkusener Karneval nicht mehr wegzudenken. Die Begründung des "Ordenskollegium der Ritter des Humors" hat ihr einen zusätzlichen Stellenwert eingeräumt, der auch über die Grenzen unserer Stadt von Bedeutung ist.